Betrugsmaschen
erkennen!

Kartentransaktionen sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das lockt auch Betrüger:innen an, die mit immer neuen Betrugsmaschen versuchen, ihren potenziellen Opfern Geld zu stehlen. Wir stellen die häufigsten Betrugsarten vor und zeigen, wie man sich schützen kann.

Phishing

Phishing ist eine weitverbreitete Betrugsmasche, die in vielfältigen Formen daherkommt und oft am Anfang eines Kartenbetrugs steht. Dabei verleiten Kriminelle ihre Opfer dazu, persönliche Daten, wie PIN-Codes, SMS-Codes, Kartendaten und CVC/CVV-Nummern oder Passwörter, weiterzugeben. Das geschieht zum Beispiel über gefälschte Websites, QR-Codes, Links und Anhänge in E-Mails, Anrufe oder Kurznachrichten (SMS, WhatsApp, Messenger usw.). Unter Anwendung dieser Daten versuchen die Täter:innen, den Opfern Geld zu stehlen.

Wie kann ich mich schützen?

Denken Sie an LINDA! Jeder Buchstabe von LINDAs Name steht für einen Merksatz, mit dem Phishing verhindert werden kann:

Was kann ich sonst noch tun?

Gut zu Wissen

Gut zu Wissen

Ihre Bank oder Ihr Kartenanbieter schreiben Sie nie per E-Mail oder Kurznachricht an, um persönliche Informationen oder Kartendaten zu erfragen.

Fake Shops/Warenbetrug

Warenbetrug bedeutet, dass Betrüger:innen Produkte oder Dienstleistungen anbieten, diese jedoch nicht liefern oder nur minderwertige Ware zustellen. Das geschieht oft über gefälschte Online-Shops, die wie echte und seriöse Webseiten aussehen. Auf diesen werden meist günstige Angebote gezeigt, um Opfer anzulocken.

Wie erkenne ich Fake Shops?

Folgende Merkmale sind typisch für Fake Shops:

Wie kann ich mich schützen?

Gut zu Wissen

Gut zu Wissen

Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, handelt es sich mit grösster Wahrscheinlichkeit um Betrug.

Account Takeover

Account Takeover ist ein Betrug, bei dem Kriminelle die Login-Daten ihrer Opfer stehlen und dann deren Konto übernehmen – zum Beispiel bei einem Online-Shop, im E-Banking oder bei einem Zahlungsdienst. Sobald sie Zugriff haben, kaufen sie im Namen der Opfer ein, lösen Zahlungen aus oder geben diese frei, ändern Limiten oder legen neue Passwörter fest. Die Täter:innen gelangen meist über gefälschte Nachrichten, betrügerische Links oder manipulierte QR-Codes an die Zugangsdaten, SMS-Codes oder Freigaben.

Wie erkenne ich Account Takeover?

Typische Anzeichen, dass gerade ein Account Takeover stattfindet, sind:

Wie kann ich mich schützen?

Betrug auf Online-Markplätzen /
Secondhand-Plattformen

Bei dieser Betrugsmasche kontaktieren Kriminelle die Nutzer:innen von Plattformen wie Tutti, Ricardo oder Facebook Marketplace und geben sich als seriöse Käufer:innen aus. Nach einer schnellen Einigung über den Kauf folgt eine gefälschte Nachricht per E-Mail, SMS oder WhatsApp, die scheinbar vom Online-Marktplatz stammt. Über einen Link oder QR-Code werden die Verkäufer:innen auf gefälschte Webseiten weitergeleitet, die den echten Seiten von Post, Bank oder TWINT täuschend ähnlichsehen. Wer dort seine Daten eingibt, übermittelt diese direkt an die Betrüger:innen. Deren Ziel ist es, an Zahlungs- und Kartendaten zu gelangen.

Wie erkenne ich Betrug auf Online-Marktplätzen?

Wie kann ich mich schützen?

Gut zu wissen:

Gut zu wissen:

Um Geld zu erhalten, müssen niemals Kredit- oder Debitkartendaten oder E-Banking-Zugangsdaten eingegeben werden!

Scamming

Beim Scamming versuchen Betrüger:innen ihre Opfer mit besonders verlockenden Angeboten zu ködern: die grosse Liebe, das schnelle Geld, die perfekte Wohnung oder der Traumjob. Im Kern zielen alle Avancen darauf ab, den Opfern ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Mit Vorwänden und leeren Versprechungen bringen die Scammer ihre Opfer dazu, Vorauszahlungen zu leisten.

Wie erkenne ich Scams?

Wie kann ich mich schützen?

Shoulder Surfing

Shoulder Surfing ist eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle versuchen, PIN oder Zugangsdaten heimlich zu erspähen. Dies geschieht zum Beispiel während der Eingabe am Geldautomaten, Zahlterminal, Laptop oder auf dem Smartphone. Oft stehen die Kriminellen dabei nahe hinter den Opfern oder sie nehmen die Dateneingabe mithilfe eines unauffällig gehaltenen Smartphones oder einer am Gerät montierten Minikamera auf. Sobald die Betrüger:innen die Daten kennen, versuchen sie, die Karte oder das Gerät zu stehlen. Mit der Kombination aus gestohlener Karte/gestohlenem Gerät und ausgespähter PIN oder Zugangsdaten können sie Bargeld abheben oder Zahlungen tätigen.

Wie erkenne ich Shoulder Surfing?

Typisch beim Shoulder Surfing ist folgendes Täter:innen-Verhalten:

Wie kann ich mich schützen?

Vishing

Beim Vishing – einer Mischung aus den Wörtern «Voice» und «Phishing» – versuchen Kriminelle, ihre Opfer telefonisch zu täuschen. Oft geben sich die Anrufenden als Bankmitarbeitende oder Polizist:innen aus und wirken dabei sehr überzeugend. Sie nutzen echte Namen, echte Logos in Nachrichten oder gefälschte Telefonnummern, die auf dem Display wie die Nummer des Finanzinstituts aussehen. Ihr Ziel: Die Opfer sollen persönliche Daten, Zugangsdaten, SMS‑Codes oder Freigaben preisgeben, damit die Karte, das Konto oder die Banking‑App übernommen werden kann und Zahlungen ausgelöst werden können.

Wie erkenne ich Vishing?

Wie kann ich mich schützen?

Gut zu Wissen

Gut zu Wissen

Banken, Kartenherausgeber, Zahlungsdienstleister oder die Polizei fragen niemals am Telefon nach Passwörtern, SMS‑Codes, App‑Freigaben oder QR‑Codes.

Gestohlene oder verlorene Karte

Eine gestohlene oder verlorene Debit- oder Kreditkarte kann von Betrüger:innen für Contactless-Transaktionen bis zu 80 Franken ohne PIN-Eingabe genutzt werden. Kartenherausgeber haben deshalb zum Schutz der Kartenbesitzer:innen eine Limite definiert. Sobald diese erreicht ist, erfolgt eine PIN-Abfrage. So wird verhindert, dass Täter:innen beliebig viele Transaktionen nacheinander ausführen können.

Wie kann ich mich schützen?